Alles zum Thema Backlinks und wie man gute von schlechten Backlinks unterscheidet

23.01.2020 / Definition des Begriffs Backlink

Backlinks – oder im Deutschen „Rückverweise“ – sind Hyperlinks, welche von einer Webseite/Domain zu einer anderen führen und umgekehrt. Zu Beginn der Entwicklung des Internets dienten diese Verlinkungen dazu, im Web zwischen verschiedenen Seiten zu navigieren. Im Laufe der Zeit wurden Backlinks zu wichtigen Rankingfaktoren für Suchmaschinen.

Definition von Backlink

SEO: Warum sind Backlinks für Google so wichtig?

Die Suchmaschine Google nutzt die Anzahl an Backlinks, die zu einer bestimmten Domain führen, als Indikator für deren Autorität. Eine Webseite mit vielen externen Links wird vom Algorithmus als relevant und wichtig eingestuft.

Der PageRank-Algorithmus

Für die Interpretation der im Netz gesammelten Daten zu Verlinkungen verwendet Google unter anderem den PageRank-Algorithmus. Dieser wurde 1996 von Larry Page und Sergei Brin entwickelt und bildete einst die Grundlage des Suchalgorithmus von Google.

Je mehr Backlinks zu einer Seite führen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Crawler einer Suchmaschine oder ein User auf diese Seite trifft. Auf Grundlage der Verlinkungsstruktur wird jeder Webseite ein PageRank und somit eine gewisse Linkpopularität bzw. Link-Popularity zugeordnet.

Das Grundprinzip: Je höher die Zahl an Backlinks, desto höher der PageRank bzw. die Linkpopularität.

Die Sortierung der Suchergebnisse zu einem Keyword bzw. einer Phrase erfolgt heute unter anderem entsprechend des PageRanks. Google möchte damit erreichen, dass Usern unter den Ergebnissen zu ihrer Suchanfrage möglichst relevante und wichtige Seiten präsentiert werden.

Hat der PageRank 2020 noch Relevanz?

Im Jahr 2017 wurde die Anzeige des PageRank in der Toolbar von Google deaktiviert. Aktuell gibt es keine Kopie dieses öffentlich sichtbaren PageRanks. So wird auch keine taxative Auflistung veröffentlicht, welche Faktoren aktuell in die Bewertung eines Links miteinbezogen werden.

Bekannt ist jedoch, dass insbesondere hochwertige Backlinks von themenrelevanten und/oder Trusted Domains das Ranking in den Suchergebnissen positiv beeinflussen. Hinzu kommt, dass die externen Links die Auffindbarkeit einer Webseite für den Algorithmus der Suchmaschine verbessern.

Backlinks nach dem Penguin-Update

Die eben beschriebene Tatsache führte noch vor einigen Jahren dazu, dass zur Suchmaschinenoptimierung Backlinks in großer Zahl im ganzen Internet verteilt bzw. bewusst aufgebaut wurden. So sollte der PageRank-Algorithmus ausgetrickst werden.

Das Penguin-Update von Google im Jahr 2012 sollte diese Manipulationen eindämmen. Der neu entwickelte Algorithmus analysiert gezielt auf unnatürliche SEO-Versuche, die nicht den Richtlinien entsprachen. Das Ranking betroffener Seiten in den Suchergebnissen verschlechterte sich, teilweise wurden diese komplett aus dem Index entfernt.

Das Penguin-Update betraf vor allem folgende SEO-Maßnahmen:

  • Bezahlte Links
  • Werberische Linktexte (Money-/Brand-Anchortexte)
  • Schneller Anstieg an Backlinks
  • Backlinks aus einer nicht-themenrelevanten Quelle
  • Minderwertige Backlinks aus Artikelverzeichnissen, Footern, Blogkommentaren, Linknetzwerken etc.
  • Keyword-Stuffing

Wie funktionieren Backlinks?

Backlinks sind im HTML-Quellcode einer Webseite hinterlegt. Sie werden dort wie folgt dargestellt:

<a href=“https://www.dreikon.de/“ target=“_self“ title=“Online Marketing Agentur“ rel=“nofollow“>Online Marketing</a>

<a …> markiert dabei den Beginn des Anker-Elements (engl. anchor). Die Abkürzung href steht für hypertext-reference und verweist auf die URL, unter der das Dokument zu finden ist.

Die Anweisung target muss nicht zwingend vorhanden sein. Sie bestimmt, wo der Link im Browser geöffnet wird:

  • target=“_self“ lässt die URL im aktuellen Browser-Tab öffnen. Das passiert auch, wenn kein Target definiert wurde.
  • target=“_blank“ führt dazu, dass die Zielseite in einem neuen Tab bzw. Fenster geöffnet wird.

Mithilfe des title-Attributs kann optional ein Text angezeigt werden, wenn der Cursor der Maus auf der Website über den Link bewegt wird.

Das rel-Attribut (engl. relationship) kann eine URL als nofollow-Link markieren. Wenn ein Google-Bot auf einen nofollow-Link trifft, dann folgt er diesem nicht auf die verlinkte Seite. Der Content Manager signalisiert damit, dass die eigene Webseite nicht mit dem Linkziel in Verbindung gebracht werden möchte. Er verhindert damit, dass Linkjuice übermittelt wird.

Definition Linkjuice: Mit dem Begriff Linkjuice (= Verknüpfungsstärke) wird die Stärke und Reputation eines Links (PageRank) beschrieben.

Wird kein rel-Attribut gesetzt, gilt die Verlinkung automatisch als dofollow-Link. Der Google-Bot folgt der Verlinkung und indexiert sie. Dies gilt als Vertrauenssignal und hat positive Auswirkungen auf das Ranking der Zielseite.

Nach dem geschlossenen a-Tag wird der Anker- bzw. Anchortext gesetzt. Er ist im Browser auf der Webseite als Link klickbar. Im oberen Beispiel ist die der Term „Online Marketing“. </a> schließt das Element.

Aufbau eines Backlinks

Was ist Anchortext, warum ist Anchortext wichtig?

Der Anchor- oder Ankertext (auch Linktext) ist Bestandteil eines Hyperlinks und wird auch als Verweis- oder Linktext bezeichnet. Statt einer URL ist im Fließtext der Webseite der Anchortext zu sehen. Das Linkziel erscheint links unten im Browserfenster, wenn man mit dem Cursor darüberstreicht.

Anchor Text bei Backlinks

Auf einer Webseite ist ein Ankertext oft durch eine andere Farbgebung, durch Fettmarkierung oder durch Unterstreichen vom übrigen Text abgehoben. Er soll sowohl dem User als auch einer Suchmaschine Informationen über die hinter dem Link stehende Seite vermitteln.

Wenn der Anchortext angeklickt wird, öffnet sich jene URL, die im Quellcode als Link hinterlegt ist. Die verlinkte Seite kann sowohl eine Unterseite der aktuellen Domain (interner Link) als auch eine andere Webseite (externer Link) sein.

Die Bedeutung eines Anchortextes für SEO

Die Algorithmen und Bots der Suchmaschine Google beziehen Anchortexte in die Bewertung der Backlinks mit ein. Neben dem Inhalt sind auch die Anzahl und Qualität der Linktexte von Bedeutung.

Seit dem Google Penguin-Update erkennt ein Algorithmus deren Wertigkeit und straft Webseiten mit unnatürlichem Backlinkprofil oder Keywordstuffing bei den Anchortexten. Eine solche Abstrafung wirken sich negativ auf die Rankings einer Website aus, können sogar zur Deindexierung führen.

Um Penaltys zu umgehen, sollte besonders bei externen Backlinks die exzessive Nutzung sogenannter „Moneykeywords“ im Anchortext vermieden werden. Stattdessen sind Linktexte aus generischen Stichwörtern oder ganzen Phrasen, die das Linkziel beschreiben, besser geeignet.

Tipp für die Onpage-Optimierung: Für die Gestaltung interner Links sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Der Anchortext hilft der Suchmaschine bei der thematischen Zuordnung der Webseite. Zu verbesserten Rankings führt besonders die Verwendung gleicher Linktexte, resp. Keywords, für eine Unterseite.

Formen von Anchortexten

Ankertexte können auf verschiedene Art und Weise formuliert werden. Zumeist wird aus SEO-Sicht zwischen vier Formen unterschieden, die unterschiedliche Ziele verfolgen.

Money-Anchortexte werden zur zielgerichteten Optimierung eines Keywords oder Suchbegriffes verwendet. In den meisten Fällen geht es um den Verkauf von Produkten, z. B. „Sportschuhe“ oder „Sportschuhe kaufen“. Auf deren Verwendung sollte spätestens seit dem Google Penguin-Update verzichtet werden.

Wie der Name schon sagt, beinhalten Brand-Anchortexte eine Marke oder deren Domain, beispielsweise „Nike“ oder „nike.com“. Werden beide Formen kombiniert, spricht man von Compound-Anchortexten. Ein Beispiel hierfür wäre „Sportschuhe Nike kaufen“.

Ankertexte wie „dort“ oder „auf dieser Seite“ sind sonstigen (oder generischen) Anchortexten zuzuordnen.

Anchortexte im Überblick:

  • Money-Anchortexte, z.B. „Sportschuhe“, „Sportschuhe kaufen“
  • Brand-Anchortexte, z.B. „Nike“, „nike.com“
  • Compound-Anchortexte, z.B. „Sportschuhe Nike kaufen“
  • Sonstige Anchortexte, z.B. „dort“, „auf dieser Seite“

Externe und interne Backlinks können auf einer Webseite an unterschiedlichen Stellen platziert werden. Nicht viele wissen, dass sich auch die Platzierung von Links auf deren Stärke auswirkt. Sie können nicht nur im Contentbereich, sondern auch im Header, Footer oder in der Navigation einer Seite untergebracht werden. Dort erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben.

Links im Header- oder Footer einer Webseite dienen im Normalfall der Navigation sowie der Usability. Der Nutzer kann sich mit ihnen durch die einzelnen Unterseiten bewegen. Je nach Template wiederholen sich diese Backlinks auf mehreren Seiten. Sie haben eine geringere Wertigkeit als Verlinkungen, die im Contentbereich gesetzt wurden. Das trifft besonders auf Links im Footer oder der Sidebar zu.

Backlinks im Content-Bereich einer Webseite können individuell platziert werden und sollen die Nutzerfreundlichkeit erhöhen. Sie werten die Inhalte auf und weisen den User auf weiterführende Informationen auf anderen Seiten hin. Verlinkungen im Content-Bereich, die visuell deutlich als solche erkennbar sind, haben eine hohe Relevanz für das Ranking und die Indexierung auf Google.

Unterschiede Link aus Content, Footer etc.

Auch Abbildungen können mit Backlinks versehen werden, jedoch haben sie nicht die gleiche Wertigkeit wie Textlinks aus dem Contentbereich. Stellvertretend für den Anchortext steht hier der Alt-Tag.

Tipp für die Onpage-Optimierung: Wird ein Bild mit Verlinkung und Ankertext versehen, welche sich im darauffolgenden Text wiederholen, zählt nur der Backlink hinter der Abbildung für das Ranking, nicht der im Fließtext.

Interne und externe Links - Warum ist beides wichtig und relevant?

Die Backlinks auf einer Webseite lassen sich in zwei Gruppen einteilen. Die URL kann auf eine Unterseite der aktuellen Domain führen und somit als interner Link gelten. Externe Links führen, wie die Bezeichnung schon verrät, auf eine externe Webseite.

Warum sind interne Links für SEO wichtig?

Interne Links innerhalb der Domain helfen dabei, den Linkjuice gleichmäßiger auf die einzelnen Unterseiten zu verteilen. Gelangt der Google-Bot auf eine Webseite, folgt er den Verlinkungen gemäß der robots.txt-Datei. Diese Textdatei gibt vor, welche Unterseiten der Crawler besuchen und indexieren soll. Sie ermöglicht es auch, bestimmte Seiten von der Indexierung auszuschließen. Der Bot der Suchmaschine analysiert die Anchortexte der einzelnen Links. Er erhält Informationen über inhaltliche Zusammenhänge und bestimmt die Relevanz zu bestimmten Keywords.

Auch die Usability profitiert von internen Links. Sie helfen den Nutzern bei der Orientierung und der Navigation durch die Webseite. Verlinkungen verweisen auf zusätzliche oder weiterführende Informationen und führen dazu, dass der Besucher länger auf der Seite bleibt. Die Verweildauer ist ein Nutzersignal, das sich ebenfalls positiv auf das Ranking auswirken kann.

Inbound und Outbound Backlinks erklärt

Warum sind externe Links für SEO wichtig?

Externe Links, die auf eine andere Domain führen, verweisen meist auf Quellen oder tiefergehende Informationen.

Dies schafft Mehrwert für den User und wird von den Crawlern der Suchmaschinen in die Bewertung miteinbezogen. Insbesondere verlinkte Domains, die als vertrauenswürdig gelten und über einen hohen Domain-Trust verfügen, werden als Qualitätsmerkmal verstanden. Darunter findet sich meist regelmäßig Wikipedia. Der Algorithmus der Suchmaschine nimmt dann an, dass auf der linkgebenden Webseite relevante, hochwertige Informationen gegeben werden. Dies wirkt sich oft auch indirekt positiv auf das Ranking der linkgebenden Seite aus.

Inbound Links sind Backlinks, die von einer externen Domain auf die eigene Webseite verweisen. Im Allgemeinen gilt, dass viele eingehende externe Links ein Zeichen für die Vertrauenswürdigkeit einer Webseite sind. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Backlinks von einer Seite mit hohem Domain Trust stammen.

Es gilt: Eine hohe Zahl an relevanten Inbound Links von Webseiten mit hohem Trust wirkt sich positiv auf das Ranking aus.

Dofollow, Nofollow, sponsored und UGC - Das hat sich geändert gegenüber Dofollow/Nofollow

Verweisen verschiedene Webseiten mittels Backlinks aufeinander, sind die Verlinkungen im Quelltext mit einem rel-Attribut gekennzeichnet. Rel steht dabei für Relationship, also Beziehung. Die Bezeichnung hilft den Bots der Suchmaschinen, den Browsern oder anderer Software dabei, die Verlinkung in einen Kontext zu setzen.

Ist kein rel-Attribut vorhanden, wird ein Link automatisch als dofollow gewertet. Das bedeutet, dass die Crawler der Suchmaschine den Backlink als Empfehlung der verweisenden Webseite verstehen. Die Verlinkung wird in die Bewertung des Rankings der verlinkten Seite miteinbezogen.

Die Bewertung von nofollow-Backlinks

Möchte man auf einer Webseite einen Backlink setzen, ihn aber als nicht vertrauenswürdig kennzeichnen, so muss der Link im Quelltext mit rel=“nofollow“ versehen werden. Lange führte dieses Attribut dazu, dass der Suchmaschinen-Bot die Verlinkung ignoriert und ihr nicht folgt.

Im September 2019 gab Google hierzu jedoch Änderungen bekannt. Nofollow-Links werden ab März 2020 als „Hints“ (dt. Hinweise) von den Algorithmen analysiert. Das bedeutet, dass mit „nofollow 2.0“ auch solche Links eine Auswirkung auf die Bewertung der Webseite haben können.

Nofollow, dofollow, sponsored, UGC Backlinks

Sponsored- und UGC-Backlinks

Im Zuge der Änderungen bezüglich des nofollow-Attributs kündigte Google außerdem zwei neue Kennzeichnungen von Backlinks an. Von nun an müssen bezahlte Backlinks, die etwa als Werbung dienen, mit dem sponsored-Attribut gekennzeichnet werden.

Verlinkungen in Inhalten, die von Usern erstellt wurden (User Generated Content), sollen im Quelltext mit rel=“ugc“ versehen werden. Die Betreiber einer Webseite haben damit die Möglichkeit, sich von Verlinkungen zu distanzieren, die durch Nutzer gesetzt wurden. Das betrifft vor allem Beiträge in Foren oder Kommentare auf Blogs. Wie diese Kennzeichnungen die Stärke eines Backlinks bzw. deren Bewertung beeinflussen werden, ist aktuell noch nicht absehbar. Es ist allerdings anzunehmen, dass die Kennzeichnungen auch in die Linkbewertung miteinfließen werden.

Was bedeuten die neuen rel-Attribute für Webseitenbetreiber?

Weil die Änderungen rückwärtskompatibel sind, müssen nicht zwingend Änderungen an bestehenden Backlinks vorgenommen werden. Weil die Google-Crawler ab März 2020 auch nofollow-Links folgen, lohnt sich ein Check-up des gesamten Linkprofils - z.B. durch eine gute SEO-Agentur.

Gute und schlechte Backlinks erkennen, bewerten

In den Anfangsjahren der Suchmaschinen war es ziemlich einfach: Je mehr Backlinks auf eine Webseite verwiesen, desto höher wurde deren Wert und Qualität eingeschätzt. Dementsprechend beliebt war der Handel mit Verlinkungen auf Seiten, die zwar den Anforderungen der Suchmaschinen-Bots, nicht aber den Interessen des Nutzers entsprachen.

Nicht nur Google hat dazugelernt. Der Nutzen des Contents für den User steht nun im Vordergrund. Heute sind zahlreiche Faktoren für die Wertigkeit eines Backlinks von Bedeutung. Die Zahl der Verlinkungen auf eine Seite spielt nur noch eine kleine Rolle im Ranking.

Folgende Faktoren kennzeichnen Quellen für „gute“ Backlinks:

  1. Hochwertiger Content: Wenn eine Verlinkung von einer Webseite stammt, die mit qualitativ hochwertigen, nutzerfreundlichen Inhalten befüllt ist, werden auch die Usersignale positiv ausfallen: Die Nutzer bleiben längere Zeit auf der Seite. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Verlinkungen auch geklickt werden.
  2. Themenrelevanz: Sind die Inhalte, bzw. das Thema der verlinkenden Webseite für das Ziel des Backlinks relevant, dann handelt es sich um eine vertrauenswürdige Quelle. Stammt ein Backlink von einer sehr generischen Seite mit vielen allgemeinen, oberflächlichen Inhalten, droht eine negative Auswirkung auf das Ranking.
  3. Sprache, Herkunftsland und Top-Level-Domain (TLD): Mit Ausnahme von hochspezifischen Themengebieten und internationalen Webseiten haben Backlinks eine höhere Relevanz für das Ranking, wenn sie aus einer Domain des gleichen Landes mit der gleichen Sprache stammen.
  4. Autorität: Eine Webseite, die für ein bestimmtes Themengebiet weithin bekannt ist und zahlreiche hilfreiche Inhalte, Daten und Tipps gibt, verfügt über eine hohe Autorität. Viele Personen empfehlen sie weiter und senden positive Signale an Google.
  5. Traffic: Wenn Backlinks den Inhalten der verweisenden Webseite entsprechen und auf Seiten verlinken, die weiterführende Informationen geben, dann werden sie auch von Usern geklickt werden. Dies ist ebenso ein positives Zeichen der Relevanz für die Suchmaschinen.

Was sind schlechte Backlinks?

Neben den zahlreichen positiven Signalen, die die Wertigkeit eines Backlinks bestätigen, berücksichtigt Google andere Faktoren mit negativer Auswirkung auf das Ranking.

Schlechte Backlinks: Diese Eigenschaften können den Wert eines Backlinks beeinträchtigen:

  • Keine Erreichbarkeit der verweisenden Webseite
  • Die verweisende Domain ist nicht indexiert
  • Die verweisende Domain beinhaltet minderwertigen Content
  • Keyword-Stuffing auf der verweisenden Webseite
  • Unnatürliche Money-Anchortexte
  • Getauschte und teilweise auch bezahlte Backlinks
  • Backlinks aus Linknetzwerken
  • Viele Backlinks von einer Quelle

Backlinks bewerten mittels Linkaudit

Die regelmäßige Überprüfung des Linkprofils einer Webseite lohnt sich, denn Backlinks sind wichtige Rankingfaktoren. Schlechte Verweise können der Bewertung erheblichen Schaden zufügen.

Tipp: Unter dem Menüpunkt „Sicherheit und Manuelle Maßnahmen“ in der Google Search Console kann man nachlesen, ob manuelle Abstrafungen erfolgt sind. Unter einer algorithmischen Penalty ist eine durch einen Google Algorithmus automatisiert vergebene Sanktion zu verstehen. Diese Art der Abstrafung finden Sie NICHT in der Search Console.

Linkaufbau und Linkabbau (manuell abbauen, Disavow) etc.

Nachdem Backlinks aktuell neben Content und Googles RankBrain unter den Top 3 der Rankingfaktoren stehen, bringt konsequenter, sinnvoller Linkaufbau sowie gegebenenfalls der Abbau von schlechten Backlinks klare Vorteile.

Besonders dann, wenn man die eigene Webseite bekannter machen möchte oder am Anfang steht, sollten neben der Onpage-Optimierung auch hochwertige Backlinks nicht fehlen. Während das Ranking früher stark von der Anzahl der Backlinks abhing, geht es heute vor allem um die Qualität. Gute Verlinkungen müssen unter anderem von vertrauenswürdigen Webseiten stammen, die Google als seriös und themenrelevant erachtet.

Wenn es jedoch viel zu viele Backlinks von Webseiten mit geringer Autorität und unnatürlichem Linkprofil gibt, können Abstrafungen für die eigene Seite die Folge sein. Dies zeigte sich besonders nach den Penguin-Updates von Google. Auch, wenn Backlinks von Seiten stammen, die nicht mehr erreichbar oder voll von Spam sind, hat das negative Auswirkungen.

Linkabbau: So funktioniert’s!

Nach der Durchführung eines Linkaudits hat man zwei Möglichkeiten, um die Anzahl schlechter Backlinks zu reduzieren:

  • Kontaktaufnahme mit dem Webmaster der linkgebenden Webseite
  • Entwertung des Backlinks mit dem Google Disavow-Tool

Der Linkabbau über die Kontaktaufnahme mit dem Webseitenbetreiber der verlinkenden Seite ist sehr zeitintensiv. Häufig wird eine Bitte um Löschung aufgrund des Arbeitsaufwandes oder wegen fehlendem Interesse ignoriert.

In der Google Search Console kann man Backlinks mittels des Disavow-Tools entwerten lassen. Dabei bleibt die Verlinkung auf der Quellseite bestehen, sie wird jedoch von den Google-Crawlern ignoriert. Bei der Anwendung des Disavow-Tools ist absolute Vorsicht geboten, da die Entwertung zu vieler oder falscher Links zu starken Verlusten im Ranking führen kann.

Achtung: Vor der Entwertung eines Backlinks sollte jedenfalls ein ausführliches Linkaudit durchgeführt werden, um wirklich auch nur minderwertige Verlinkungen zu entfernen. Ansonsten kann das Ranking stark negativ beeinflusst werden.

Ob der Linkabbau sinnvoll ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass jeder Abbau auch von einem Aufbau von hochwertigen Backlinks begleitet sein sollte. Bei der Löschung oder Entwertung von Backlinks wird in jedem Fall das Linkprofil geschwächt. Langfristig gesehen ist der Linkaufbau zielführend.

Backlinks kaufen - ist das gefährlich?

Wenn der Aufbau hochwertiger Links zielführend ist, bleibt noch die Frage, wie man am besten an solche Backlinks kommt. Im Optimalfall entstehen Verweise auf die eigene Webseite ohne Zutun. User verlinken die Webseite, weil sie Empfehlungen aussprechen bzw. den Inhalt auch anderen Usern bereitstellen und diesen teilen möchten. Im Normalfall muss eine Seite erst sichtbar gemacht werden, damit sie überhaupt gefunden wird. Da liegt der Kauf von Backlinks oft nahe. Doch ist das noch zeitgemäß oder gar gefährlich?

Die Risiken beim Kauf von Backlinks

Google selbst weist in seinen Richtlinien dezidiert darauf hin, dass sich der Kauf bzw. der Austausch von Backlinks negativ auf das Ranking auswirken kann (https://support.google.com/webmasters/answer/66356?hl=de). Dabei besteht das Risiko einer Abstrafung. Eine Ausnahme stellen Backlinks dar, die mit dem sponsored- oder nofollow-Attribut versehen sind. Die Wertigkeit solcher Verlinkungen für die Suchmaschinenoptimierung ist jedoch gering.

Links von UGC-Seiten sind meist einfach aufzubauen, allerdings ist deren Wertigkeit als sehr gering einzustufen.

Backlinks aus dem Content einer themenrelevanten Webseite mit hoher Autorität und Sichtbarkeit hingegen zählen zu den besonders hochwertigen Verlinkungen. Hier ist man allerdings auf den Webmaster angewiesen. Dieser muss die Verlinkung „freiwillig“ einpflegen, ist dies nicht der Fall, würde man – bei fehlender Kennzeichnung – eine Google-Abstrafung riskieren.

Oft ist es so, dass Verlinkungen auf auf Linkbuilding spezialisierten Seiten häufig nicht als Werbung gekennzeichnet werden und so man so nicht nur eine Abstrafung im Google Ranking in Kauf nimmt, sondern sich damit auch in einer Grauzone im Wettbewerbsrecht befindet.

Backlinks kaufen: Ja oder Nein?

Beim Kauf von Backlinks sollte man stets die Risiken im Hinterkopf behalten und abwägen, ob ein solcher Backlink auch tatsächlich einen Mehrwert für die Website bzw. die Rankings mit sich bringt und das Risiko einer möglichen Abstrafung rechtfertigt. Google entwickelt seine Algorithmen zur Erkennung gekaufter Backlinks ständig weiter, auch nach Monaten oder Jahren können gekaufte Backlinks so erkannt werden und Einfluss auf die Rankings nehmen.

Im Endeffekt muss jeder Webmaster für sich entscheiden, ob er Backlinks kaufen möchte oder seine Ressourcen und Budgets eher auf die Erstellung hochwertiger (verlinkenswerter) Inhalte richtet.

Backlinks aufbauen - welche Möglichkeiten des google-konformen Linkaufbaus gibt es?

In Googles Qualitätsrichtlinien zur Linktauschprogrammen ist eine lange Liste mit Linkbuilding-Maßnahmen zu finden, die sich negativ auf das Ranking einer Webseite auswirken können. Dazu gehört neben gekauften Backlinks unter anderem auch der Tausch oder die automatisierte Verteilung von Verlinkungen. (https://support.google.com/webmasters/answer/66356?hl=de)

Als Alternative schlägt Google vor, eine möglichst themenrelevante Webseite mit hochwertigem, hilfreichem Content zu erstellen, die Mehrwert für User bietet. So ergeben sich Sichtbarkeit, Bekanntheit und externe Backlinks von selbst. Je höher der Nutzen der Inhalte, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere Seiten auf eine Webseite verlinken.

Fazit - Backlinks sind wichtig

Backlinks zählen auch im Jahr 2020 noch zu den wichtigsten Ranking-Faktoren für die Bewertung einer Website. In der Vergangenheit dienten sie der Orientierung und Navigation im World Wide Web. Heute stehen Links neben dem Content und RankBrain sogar unter den Top 3 der Rankingfaktoren. Aktuell ist es allerdings schwieriger geworden, die Qualität einer Webseite nur durch Verlinkungen zu „beweisen“, Google bezieht auch andere Faktoren deutlich stärker in die Bewertung mit ein.

Interne Links sind im Vergleich zu externen einfach zu setzen. Sie verweisen auf Unterseiten innerhalb einer Domain und helfen dabei, die Linkkraft gleichmäßig zu verteilen. Gleichzeitig dienen sie der Orientierung und Usability.

Externe Links schaffen ebenso Mehrwert für den User, indem sie beispielsweise auf Webseiten mit weiterführenden Informationen verweisen. Erhält man einen Backlink von einer Seite mit hoher Autorität, dann beeinflusst dieser das Ranking positiv.

Doch nicht alle externen, eingehenden Verlinkungen haben die gleiche Wirkung. Relevante Backlinks stammen von Webseiten mit hochwertigen, themenrelevanten Inhalten, die über eine hohe Autorität und Sichtbarkeit verfügen. Selbsterklärend sind der Traffic und regelmäßige Klicks von Bedeutung.

Zur Vorbereitung, aber auch zur Evaluation der Suchmaschinenoptimierung mittels Linkaufbau lohnt sich ein umfangreiches Linkaudit. Dafür sind unterschiedliche Tools verfügbar, die wir euch als kleinen Bonus vorstellen möchten.

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