Google Adwords Rechnungen – Wo finden Sie diese und welche Besonderheiten gibt es?

11.12.2019 / Google Ads rechnung finden, per E-Mail erhalten und Umsatzsteuer
Wo finde ich die Google Adwords Rechnungen

Google Ads Rechnungen sorgen regelmäßig für Verwirrung – besonders dann, wenn am Ende des Monats alle Rechnungen für die Buchhaltung zusammengesucht werden müssen und man keine Adwords Agentur hat, die das erledigt. Oft fällt dann auf, dass der Rechnungsbetrag nicht mit der Abbuchung auf dem Bankkonto oder dem Kreditkartenkonto übereinstimmt sowie keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird. Wie Sie mit den oben genannten Besonderheiten umgehen und wo Sie die Google Ads Rechnungen überhaupt finden, erläutern wir Ihnen im Folgenden. 

Wo finde ich die Google Adwords Rechnung?

Die Google Adwords Rechnungen finden Sie in Ihrem Google Ads Account. Um die Rechnungen abzurufen müssen Sie lediglich im oberen Menü auf die Option „Tools und Einstellungen“ klicken – diese ist mit einem Schraubenschlüssel gekennzeichnet. Dort wählen Sie den Punkt „Abrechnung“ und „Abrechnungsübersicht“. Unter „Transaktionen“ können Sie dann den Punkt „Transaktionen und Dokumente abrufen“ wählen und Ihre Rechnung für den vergangenen Monat herunterladen oder ausdrucken. Google Ads erstellt für jeden abgeschlossenen Monat eine Rechnung. Diese lässt sich unter „Rechnung mit EU-Umsatzsteuer“ als PDF downloaden. Die Rechnung für den letzten Monat steht Ihnen immer ab dem ersten Tag des Folgemonats zur Verfügung.

Was ist mit der Umsatzsteuer bei Google Adwords Rechnungen?

In den Google Adwords Rechnungen wird die Mehrwertsteuer nicht berücksichtigt und somit nicht ausgewiesen. Dies liegt daran, dass Sie Google Ads für Ihre Geschäftszwecke nutzen und eine Geschäftsadresse innerhalb der EU angeben haben. Auf Ihrer Rechnung verweist Google daher auf das Reverse-Charge-verfahren. Das bedeutet, dass Google die Steuerlast auf den inländischen Unternehmer verlagert. Daher sind Sie dafür verantwortlich den Betrag in Ihrer Umsatzsteuervoranmeldung anzugeben und zu versteuern. Da die anfallende Umsatzsteuer vorsteuerabzugsberechtigt ist, sollten keine zusätzlichen steuerlichen Belastungen daraufhin entstehen. An dieser Stelle möchten wir Sie jedoch daraufhin weisen, dass es in diesem Fall sinnvoll sein kann, sich von Ihrem Steuerberater beraten zu lassen.

Wie rechnet Google ab?

Jeder Monat startet bei Google mit einem Anfangssaldo, welcher aus dem vorherigen Monat übertragen wird. Wenn die Werbeausgaben das Guthaben übersteigen, wird das Google-Konto automatisch per Bankeinzug aufgeladen. Am Ende jedes Monats bleibt dann wiederrum ein Endsaldo übrig, der dann als Anfangssaldo in den neuen Monat übertragen wird. Die Rechnung von Google weist somit einige Besonderheiten aus, da bei der Rechnungsstellung zwei unterschiedliche Beträge auflistet. Grund dafür ist das Google Credit-System – bei dem Google erst in Vorleistung geht und erst am Ende des Monats die erbrachte Leistung abrechnet. Auf der Rechnung werden einmal die Kosten, die noch geleistet werden müssen und vorherige erhaltene Zahlungen aufgeführt. Die Kosten, also der Rechnungsbetrag wird im oberen Absatz der Rechnung ausgewiesen – Ihr Google-Konto wird dann mindestens, um diesen Betrag wieder aufgeladen. Im zweiten Teil der Rechnung sind die Zahlungen aufgeführt, die bereits geleistet worden sind. Wenn die Werbeleistung das Guthaben aufgebraucht hat, muss das Google-Konto von Ihrem Bankkonto bzw. der angegebenen Kreditkarte eingezogen werden, um das Google-Konto mit dem vereinbarten Betrag wieder aufzuladen.

Wie erhalte ich die Google Ads Rechnung per E-Mail?

Wenn Sie die Zahlungseinstellung für monatliche Rechnungsstellung nutzen, können Sie Ihre Rechnungen per E-Mail abrufen. Google sendet Ihnen dann Ihre Rechnung innerhalb der ersten fünf Werktage eines Monats Ihre Rechnung per E-Mail zu. Um Rechnungen zu erhalten, müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse zuerst bestätigen. Die Rechnung umfasst dann die Kosten des vorherigen Monats. Wenn Sie Ihre Rechnungen bei der monatlichen Rechnungsstellung per E-Mail erhalten möchten und nicht per Post, klicken Sie auf das Werkzeugsymbol, dann links im Menü auf „Einstellungen“ und entfernen Sie die im Abschnitt „Zahlungskonto“ alle Adressen im Abschnitt „Rechnungsstellung per Post“. Danach fügen Sie Ihre E-Mail im Bereich „Rechnungszustellung per E-Mail“ hinzu.

Fazit – Die richtige Verbuchung

Wenn die Unterschiede und Besonderheiten erstmal klar sind, gehören Schwierigkeiten und Verwirrungen rund um die Google Ads Rechnung schnell der Vergangenheit an. Wichtig ist es jedoch darauf zu achten, dass der tatsächlich gezahlte Betrag nicht nur der Rechnungsbetrag zu buchen ist sowie die Umsatzsteuer beim Finanzamt anzumelden und abzuführen. Zahlen Sie selbst Umsatzsteuer, können Sie diese auch direkt als Vorsteuer geltend machen.

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