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Google, KI und das neue Spiel um Sichtbarkeit – sind Sie bereit?

16.01.2026 — 

Was in den letzten Monaten noch nach Zukunftsmusik klang, wird jetzt konkret: Google treibt mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) die technologische Neuausrichtung des E-Commerce voran. Gleichzeitig verändern AI Overviews, der AI Mode und KI-Suchsysteme wie Perplexity die Spielregeln für Sichtbarkeit, Content und Kaufprozesse. Viele Unternehmen fragen sich aktuell: Müssen wir alles neu denken? Wird SEO durch KI ersetzt? Und wie bleiben wir im KI-Zeitalter überhaupt noch sichtbar?

Wir zeigen Ihnen in dieser Ausgabe:, weshlab Produktdaten plötzlich zur entscheidenden Währung werden, warum strategische SEO wichtiger denn je ist, wie Sie heute schon messen ob Ihre Inhalte in der AI-Suche eine Rolle spielen und was sonst aktuell noch relevant für Sie ist.

Online Marketing Aktuell 02/26
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Google macht Ernst: Mit UCP wird KI-Shopping zur neuen Basis des E-Commerce

Google hat mit dem Universal Commerce Protocol (UCP) einen tiefgreifenden technologischen Wandel im Online-Handel eingeleitet — eine grundlegende Neudefinition der gesamten Commerce-Infrastruktur. Statt Produktdaten nur in klassischen Such- und Shopping-Ergebnissen zu listen, schafft UCP eine gemeinsame, offene Intelligenzschicht, über die KI-Agenten Produkte verstehen, vergleichen und direkt handeln können — von der Produktsuche über Empfehlung bis hin zum Checkout.

UCP wurde gemeinsam mit führenden Handelspartnern wie Shopify, Walmart, Wayfair, Etsy und Zalando entwickelt und integriert Zahlungsanbieter wie Visa, Mastercard und weitere, wobei PayPal voraussichtlich bald folgen wird. Dadurch entsteht erstmals ein branchenweiter Standard, der die bisher fragmentierten Produkt-, Angebots- und Checkout-Prozesse vereinheitlicht und KI-gestützte Shopping-Erlebnisse nahtlos ermöglicht.

Warum das für Sie wichtig ist:

  • Sichtbarkeit in KI-Shopping wird zum Wettbewerbsvorteil: Klassische Rankings oder Ads allein reichen nicht mehr — KI-Agenten wählen Produkte basierend auf Datenqualität, Attributtiefe und Verfügbarkeit aus, was die Priorität klar verändert.

  • Produktfeeds werden strategisch: Statt nur Kanal-Distribution zu bedienen, bestimmen Feed-Qualität und Konsistenz direkt, ob Produkte in KI-Antworten erscheinen.

  • Reibungslose, KI-gestützte Kaufprozesse: UCP ermöglicht End-to-End-Shopping-Journeys, bei denen KI-Assistenten den Nutzer vom Entdecken bis zum Checkout begleiten — oft ohne klassische Shop-Besuche.

  • Standard statt Insellösungen: Eine einmal implementierte UCP-Integration kann über verschiedene Plattformen hinweg funktionieren — sei es in Google AI Mode, Gemini oder KI-Agenten anderer Anbietern.

Aktuell steht UCP jedoch noch am Anfang und nicht alle Features sind bereits flächendeckend oder in allen Märkten verfügbar. Shopify-Kunden erhalten die zugrunde liegende Technologie zwar automatisch, dennoch bleiben eine saubere Einrichtung, strukturierte Implementierung und kontinuierliche Datenpflege entscheidend, um die Potenziale von KI-gestütztem Shopping tatsächlich auszuschöpfen.

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Wer bei Google fehlt, fehlt auch in KI 

In den letzten Wochen sorgt ein Interview mit dem KI-Suchdienst Perplexity AI für lebhafte Debatten in der Marketing- und SEO-Community. In Fachkreisen diskutieren SEO-Experten und Marketingverantwortliche intensiv darüber, wie KI-basierte Suchsysteme künftig Informationen verarbeiten, Antworten generieren und welche Folgen das für Sichtbarkeit und Optimierungsstrategien hat – weit über klassische Ranking-Faktoren hinaus.

Doch aus unserer Sicht wird dabei ein entscheidender Punkt häufig falsch interpretiert: AI Search ist ein Evolutionsschritt – aber kein Ersatz für strategische SEO. Unser Geschäftsführer Matthias Kampmann ordnet ein: Perplexity zeigt, wohin die Reise geht. Google entscheidet, wer fährt.

Warum das für Sie wichtig ist:

  • SEO-Kriterien gelten weiterhin: Relevanz, Expertise und Vertrauenswürdigkeit sind auch für KI-Auswahlprozesse entscheidend.

  • Panik ist kein Plan: Wer jetzt hektisch seine gesamte Content-Strategie auf „AI-Optimierung“ umstellt, rennt einer vermeintlichen Abkürzung hinterher.

  • Bessere Inhalte schlagen KI-Taktiken: Wer klare Antworten entlang des User-Intents liefert und echte Expertise sichtbar macht, wird automatisch auch in AI-Overviews, Gemini, ChatGPT oder Perplexity erscheinen.

Unser Fazit: AI Search ist kein Hype, den man ignorieren sollte. Aber es ist auch kein Grund, bewährte SEO-Strategien über Bord zu werfen. Die richtige Strategie ist kein „Entweder-oder“, sondern ein „SEO zuerst – KI folgt automatisch“. Wer den Player mit dem größten Potenzial priorisiert – Google – und dort nachhaltig Sichtbarkeit aufbaut, schafft gleichzeitig die Grundlage für Präsenz in KI-Systemen.

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AI Mode & AI Overviews in der Google Search Console sichtbar machen

Mit dem AI Mode und den AI Overviews verändert Google aktuell grundlegend, wie Suchanfragen beantwortet werden – und wie Nutzer mit Inhalten interagieren. Klassische Klickpfade lösen sich auf, Antworten werden direkt ausgespielt und viele Suchanfragen enden ohne Website-Besuch. In der Google Search Console tauchen diese Anfragen zwar auf, allerdings nicht als eigene Kategorie.

Unsere SEO-Expertin Antonella Deuster sagt: “Genau hier setzen Regex-Filter an. Mit ihnen lassen sich typische Formulierungen bzw. Prompts identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit eine KI-Antwort auslösen – etwa längere Suchanfragen oder W-Fragen. So können Sie sichtbar machen, wo Ihre Inhalte möglicherweise bereits in AI Overviews oder im AI Mode berücksichtigt werden – auch wenn Google diese Daten nur aggregiert darstellt. Die gewonnenen Insights zeigen, welche Fragen Nutzer wirklich stellen, welcher Intent dahintersteckt und an welchen Stellen Inhalte noch nicht präzise genug aufbereitet sind."

Warum das für Sie wichtig ist:

  • Sie erkennen, bei welchen Prompts Ihre Inhalte bereits als Quelle für AI-Antworten dienen.

  • Sie lesen den tatsächlichen User-Intent besser aus als über klassische Keywords.

  • Content kann gezielt im Frage-Antwort-Stil optimiert oder neu aufgebaut werden.

  • Sie bewerten SEO-Erfolg auch dort, wo keine Klicks mehr stattfinden.

Wer die Google Search Console nur für Rankings und Klicks nutzt, übersieht einen wachsenden Teil der Suchrealität. Regex-basierte Prompt-Analysen helfen dabei, AI-Sichtbarkeit messbar zu machen und Inhalte strategisch auf die neue Suche auszurichten.

Möchten Sie wissen, wie sichtbar Ihre Inhalte bereits in AI Overviews und im AI Mode sind? Wir unterstützen Sie gern dabei!

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    P.S.: Kurz, knackig, wichtig!

    Diese Online Marketing Updates wollen Sie außerdem nicht verpassen.

    Neben den zuvor genannten Themen, haben wir ein paar frische Online Marketing News aufgeschnappt, die zu spannend sind, um sie für uns zu behalten. Hier kommen die Highlights:

    SEO x KI:

    • Bing Webmaster Tools: Microsoft hat die öffentliche Vorschau von „AI Performance“ in den Bing Webmaster Tools angekündigt – ein neues Dashboard, das Webseitenbetreibern zeigt, wie oft und wo ihre Inhalte in KI-generierten Antworten (z. B. Microsoft Copilot und Bing AI-Zusammenfassungen) als Quelle zitiert werden. Die Funktion liefert erstmals wichtige KI-Kennzahlen und soll künftig helfen, Sichtbarkeit in AI-Antworten besser zu verstehen und zu optimieren. › Weiterlesen

    GEA:

    • ChatGPT Ads werden ernst: OpenAI startet in den USA erste Tests mit Werbeanzeigen in ChatGPT: Nutzer der kostenlosen Free- und Go-Tarife sehen künftig klar als „gesponsert“ gekennzeichnete Anzeigen, die unter den Chat-Antworten erscheinen, während Premium-Pläne wie Plus oder Pro werbefrei bleiben sollen. › Weiterlesen

    Social Media:

    • TikTok: Die Plattform stellt mit dem „Local Feed“ einen neuen Tab auf dem Startbildschirm vor, der Nutzenden hilft, Beiträge aus ihrer unmittelbaren Umgebung zu entdecken – von lokalen Restaurants und Events bis zu kleinen Unternehmen und Creator-Inhalten. › Weiterlesen

    Foto einer DREIKON Mitarbeiterin

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